proudly presenting: goldilocks effects 2016
 

goldilocks Inserat1 2016
Mit den KünstlerInnen: Peter Brauneis, Birgit Graschopf, Melanie Greußing, Tina Kögl, Sissa Micheli, Ilona Rainer-Pranter, Anna Schwarz, Felix-Benedikt Sturm, Nicole Wogg,  Elisabeth Schmirl, Martina Stock, Doris Scharfetter und Uli Guggenberger, Valerie Medicus, Magdalena Stieb, Sandra Kobel, Eva Winkler, betonen und Salon Franziska
Die pop up galerie goldilocks effects bespielt die leerstehenden Gärhallen der Trumer Privatbrauerei in Obertrum mit Arbeiten junger zeitgenössischer KünstlerInnen. Das Projekt bringt KunstbetrachterInnen,KunstsammlerInnen, Kunstwerke und KünstlerInnen zur selben Zeit an den selben Ort. KunstbetrachterInnen und KunstsammlerInnen umgeben sich in einem inspirierendem Rahmen mit Kunst, Künstlern und ihren Ideen, können Kunstwerke zu verlockenden Preisen erwerben und über die Kunst das Alltägliche hinterfragen und neu wahrnehmen.
 
#kunstsehen #präsentation #dialog #verkauf #nachdenken #sammeln #mittendrinsein #teilnehmen
 
Samstag, 10. September, ab 13 Uhr-19 Uhr:
Eröffnung und Vernissage:
Die Eröffnung findet im Rahmen des Hopfenfestes der Trumer Privatbrauerei statt. Alle teilnehmenden KünstlerInnen sind am Eröffnungswochenende vor Ort und freuen sich in entspannter Atmosphäre über Kunst im Allgemeinen und über ihre eigene Kunst mit Ihnen zur sprechen.
 
Sonntag, 11. September, 11-15 Uhr:
artbrunch
Der artbrunch wird kulinarisch von: Aurelia Batlogg / Sommer am See begleitet. Verschiedene süsse und saure Köstlichkeiten mit frischem Gebäck und Heiss und Kaltgetränken. Mit viel Liebe und aus der Region zubereitet.  Die KunstvermittlerInnen Eva Winkler, Magdalena Stieb und Sandra Kobel begleiten den brunch mit Fragen, Texten und Gesprächen zu Kunst. Die KünstlerInnen freuen sich mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Pro Person/EURO 28.-
Aus Gründen der Vorbereitung und des Einkaufes bitten wir um Anmeldung zum artbrunch bis Donnerstag, 9. September unter anita@kunst-durchblick.at
Programm nach dem Eröffnungswochenende:
open doors: donnerstags und freitags von 15-19 Uhr (15., 16., 22., 23.September)
roter faden: Interaktiver Vortrag, donnerstags, 19-20.30 Uhr (15., 22.September)
Ein Abend mit Salon Franziska: mittwoch, 21. September, ab 17 Uhr
tortengespräche: freitags, 15-17 Uhr (16., 23.,September)
Finissage: Samstag, 1. Oktober, 11-15 Uhr
freier Eintritt
ehemalige Gärhallen, Trumer Privatbrauerei , Brauhausgasse 2, Obertrum am See
Ein Projekt von Durchblick Kunstvermittlung, Mag. Anita Thanhofer. Kulturpartnerschaften mit Trumer Privatbrauerei, Bildungswerk Obertrum, Wirtschaftsbund Obertrum, Tourismusverband Obertrum. Herzliches Dankeschön an den Gastgeber Josef C. Sigl
 

Herzliche Einladung zur Finissage goldilocks effects 2016

Am Samstag, 1. Oktober, 11 Uhr bis 15 Uhr laden wir Sie zur Finissage und letzten Gelegenheit die Ausstellung zu besuchen, ein.
(Info: Keine „open doors“ donnerstags oder freitags)


Mit: Peter Brauneis, Birgit Graschopf, Melanie Greußing, Tina Kögl, Sissa Micheli, Ilona Rainer-Pranter, Anna Schwarz, Felix-Benedikt Sturm, Nicole Wogg,  Elisabeth Schmirl, Martina Stock, Doris Scharfetter, betonen, Salon Franziska und Valerie Medicus, Uli Guggenberger, Magdalena Stieb, Eva Winkler, Sandra Kobel, Anita Thanhofer
 
Wir freuen uns nocheinmal auf: #kunstsehen #präsentation #dialog #verkauf #nachdenken #sammeln #mittendrinsein #teilnehmen
Programm:
11.00 Prämierung Fotowettbewerb: „Ich bin hier_in Obertrum am See“
12.00 Führung durch die Ausstellung mit Anita Thanhofer und anwesenden KünstlerInnen
bis 15 Uhr haben Sie noch die Möglichkeit gemeinsam mit uns die Ausstellung zu besuchen und die ausgestellten Kunstwerke zu erwerben.

Eröffnungswochenende goldilocks effects 2016
 

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Eindrücke:  fotografisch festgehalten von Valerie Medicus


Vorgestellt_ProjektteilnehmerInnen goldilocks effects 2016:
Salon Franziska, Kunstvermittlerinnen, Doris Scharfetter und  betonen.


goldilocks effects versteht sich auch als weiterführende Projektplattform, als Diskursraum und Veranstaltungsplattform. goldilocks effects ist auch Plattform für partizipatierende Kulturvereine wie Salon Franziska, einem Kunstvermittlungsprojekt, dem Projekt „Sehnomaten“ von Doris Scharfetter und den Designmöbeln von betonen.

Salon Franziska ist eine Zusammenarbeit zur Zwischennutzung von Leerständen und freien Flächen, die auf das Thema Leerstand und alternative (Zwischen-) Raumnutzung aufmerksam macht. Modulare Elemente formieren sich zu einer Bühne-Tribüne, Projektionsträgern oder Rfelexionsflächen. Am Mittwoch, 21. September ab 17 Uhr ladet Salon Franziska zum Platznehmen und zu einem Abend mit Salon Franziska ein. http://franziska-salzburg.at/

Kunstvermittlung! Viele Fragen, viele Antworten: Ist es notwendig oder hilfreich der Kunst Fragen zu stellen? Verlangt Kunst eine Erklärung? Was machen wir mit den Fragen, die die Kunst uns stellt? Genügt es hinzusehen? Finden wir uns ohne Wegweiser zurecht? Welche Wege eröffnet die Kunst? Gibt es ein Rezept zur Kunstbetrachtung? Wann ist Kunst Kunst? Wir verstehen Kunstvermittlung als Service für die Kunst und für ihre RezipientInnen: Eva Winkler, Sandra Kobel, Uli Guggenberger, Anita Thanhofer und Magdalena Stieb stehen goldilocks effects und den BesucherInnen als Vermittlungsservice zur Seite

Doris Scharfetter ist mit ihrem Projekt „Sehnomaten“ bei goldilocks effects dabei. Sehnomaten (eine Wortkombination aus Sehnsucht und Automaten) sind Träger des Sehnens die individuelle und kollektive Visionen/Werte/Ziele transportieren. Sie helfen uns, unsere Visionen zu ent–falten. Dieses Sehnen wird auf Zetteln formuliert/gezeichnet, auf den „Sehnomaten“ befestigt und durch die Drehung symbolisch in Gang gesetzt. Ebenso dienen die Faltobjekte als Projektionsfläche/Leinwand für Bilder und Texte die durch bewerfen mit Bildern aus Licht verdinglicht werden. In ihrer Leichtigkeit und Beschwingtheit, wecken sie einerseits Assoziationen zu Schlagobers, Torten, Palatschinken, Süßes, andererseits aber lösen sie auch Prozesse aus, die unbequem werden können, weil sie den status quo infrage stellen. die sehnomaten sind mehr Schauplätze als Schaustücke und werden uns bei den „Tortengespräche“ Ausgangssituation und Zusammenhalt sein.

betonen Dahinter stecken einzigartige Möbelstücke von zwei jungen Designern Andreas Reichkendler und Daniel Hrach. Das Design der betonen Möbelstücke kombiniert Beton, Holz, Metall, Textil und Leder. Die Möbelstücke überzeugen durch ihr unfassbar leichtes Gewicht, optischen Details und robusten, hochwertigen Materialien. Sie werden individuell, mit viel Präzision und Handarbeit gefertigt, dabei entsteht jedes Mal ein Unikat. https://www.betonen.com/

„Salon Franziska ist eine Zusammenarbeit zur Zwischennutzung von Leerständen und freien Flächen, die auf das Thema Leerstand und alternative (Zwischen-) Raumnutzung aufmerksam macht. Modulare Elemente formieren sich zu einer Bühne-Tribüne, Projektionsträgern oder Rfelexionsflächen. Am Mittwoch, 21. September ab 17 Uhr ladet Salon Franziska zum Platznehmen und zu einem Abend mit Salon Franziska ein.“„Viele Fragen, viele Antworten: Ist es notwendig oder hilfreich der Kunst Fragen zu stellen? Verlangt Kunst eine Erklärung? Was machen wir mit den Fragen, die die Kunst uns stellt? Genügt es hinzusehen? Finden wir uns ohne Wegweiser zurecht? Welche Wege eröffnet die Kunst? Gibt es ein Rezept zur Kunstbetrachtung? Wann ist Kunst Kunst? Wir verstehen Kunstvermittlung als Service für die Kunst und für ihre RezipientInnen: Eva Winkler, Sandra Kobel, Uli Guggenberger, Anita Thanhofer, Magdalena Stieb stehen goldilocks effects und den BesucherInnen als Vermittlungsservice zur Seite“„Doris Scharfetter ist mit ihrem Projekt "Sehnomaten" bei goldilocks effects dabei. sehnomaten (eine wortkombination aus sehnsucht und automaten) sind träger des sehnens die individuelle und kollektive visionen/werte/ziele transportieren. sie helfen uns, unsere visionen zu ent–falten. dieses sehnen wird auf zetteln formuliert/gezeichnet, auf den „sehnomaten“ befestigt und durch die drehung symbolisch in gang gesetzt. ebenso dienen die faltobjekte als projektionsfläche/leinwand für bilder und texte die durch bewerfen mit bildern aus licht verdinglicht werden. in ihrer leichtigkeit und beschwingtheit, wecken sie einerseits assoziationen zu schlagobers, torten, palatschinken, süßes, andererseits aber lösen sie auch prozesse aus, die unbequem werden können, weil sie den status quo infrage stellen. die sehnomaten sind mehr schauplätze als schaustücke und eignen sich besonders für veranstaltungen jeder art. Doris Scharfetter ist derzeit in Teilzeit sonderpädagogisch tätig und Pflegemutter von 3 Kindern. Ihre künstlerischen Tätigkeiten beziehen sich auf Malerei, Papier- und Faltarbeiten, Objekte. "Durch meine Lebensgeschichte zieht sich das verbindende Element, kreative Räume zu schaffen. Lange Zeit hindurch tat ich dies im pädagogisch-sozialen Kontext. Meine künstlerische Veranlagung konnte ich erst über Umwege aktivieren. Es ist mir ein großen Anliegen beide Bereiche, Kunst und pädagogisches bzw. soziales Engagement miteinander zu verbinden." "Als Fokus meiner Arbeiten mit Papier zeigte sich immer mehr das Thema "Entfaltung". Das passende Werkzeug dazu nenne ich "Sehnomaten" eine Wortkombination aus Automat und Sehnen. Als dreidimensionale "Black - White- and Colourboards" werden sie vielfältig eingesetzt als Träger von Visionen, Wünschen Sehnsüchten und bei Projekten, z.B. in Schulen, in Bildungseinrichtungen, in Betrieben, bei Zukunftswerkstätten ...überall dort wo es darum geht gemeinsam neue Ziele zu finden und deren Umsetzung symbolisch in Gang zu setzen."“„betonen - Dahinter stecken einzigartige Möbelstücke von zwei jungen Designern Andreas Reichkendler und Daniel Hrach. Das Design der betonen Möbelstücke kombiniert Beton, Holz, Metall, Textil und Leder. Die Möbelstücke überzeugen durch ihr unfassbar leichtes Gewicht, optischen Details und robusten, hochwertigen Materialien. Sie werden individuell, mit viel Präzision und Handarbeit gefertigt, dabei entsteht jedes Mal ein Unikat. www.betonen.com“

erneut gezeigt_KünstlerInnen goldilocks effects 2015 und 2016
Elisabeth Schmirl und Martina Stock

In der Reihe erneut gezeigt_präsentiert goldilocks effects zwei Künstlerinnen: Martina Stock und Elisabeth Schmirl, die bereits am Initialprojekt 2015 in der Rauchmühle teilgenommen haben. Was hat sich in diesem Jahr für die beiden Künstlerinnen aufgetan? Womit haben sie sich beschäftigt? Martina Stocks Jahr war geprägt von ihrem Auslandsstipendium und Aufenthalt in Berlin an der Stiftung Starke wo auch die nun gezeigten Arbeiten entstanden sind. Elisabeth Schmirl hat einige Ausstellungen realisiert und neue Serien entstehen lassen, die sie bei goldilocks effects präsentieren wird.More to read and see: http://www.martinastock.at/ http://www.elisabethschmirl.at/
Martina Stock_beim drucken Foto Atelier, klein

Vorgestellt_KünstlerInnen goldilocks effects 2016
Melanie Greußing

Melanie Greussing#kunstsehen #präsentation #dialog #verkauf #nachdenken #sammeln #mittendrinsein #teilnehmen. Um den#dialog mit den KünstlerInnen zu begleiten haben wir einige Fragen an die KünstlerInnen gestellt um Sie in ihre Kunstwelt eintauchen zu lassen und die KünstlerInnen vorzustellen. Ich freue mich sehr, die Küstlerin Melanie Greußing vorzustellen:
 
 
Wie bist du zu „deinem“ Medium gekommen? Was interessiert sich an der Malerei, an der Fotografie, am Druck, an der Installation,…?
MG: Wesentlich sind für mich die Medien Textil und Fotografie. Textilien, da sie sehr vielseitig sind und dem menschlichen Körper nahe stehen. Sie sind sehr sinnlich und werden gerne im Zusammenhang mit der Frau rezipiert. Die Fotografie begleitet mich schon länger und bildet oft den Ausgangspunkt meiner Arbeit.
Was ist/sind deine Inspirationsquelle/n für deine Arbeiten?
MG: Mein Alltag – Themen, die mir begegnen und mich nicht loslassen. Das können kleine Dinge sein, die ich irgendwo beim Vorbeigehen entdecke, Unterhaltungen, die ich mit spannenden Menschen führe oder Beobachtungen, die ich auf der Straße mache.
Wie kann man sich den Prozess vorstellen. „Von der Inspiration, Idee zur Umsetzung“?
MG: Der Prozess ist meistens recht lange: Ein Thema lässt mich nicht los und begleitet mich für einige Zeit. Dabei startet ein Prozess in meinem Kopf mit vielen Gedanken und Notizen. Schließlich versuche ich auf den Punkt zu kommen und eine Form zu finden. In der Umsetzung kann sich dann noch einiges verändern. Der Prozess ist immer wieder eine Herausforderung, gleichzeitig aber auch spannend und lustvoll.
 
Ist deine eigene Lebensgeschichte wichtig im Verstehen oder der Rezeption deiner Arbeiten? Ist Realität generell eine wesentliche Komponente im Verstehen von Kunst im Allgemeinen?
MG: Für mich ist es wichtig, dass meine Arbeit die Lebensgeschichte jeder Person berührt und so eine Kommunikation mit der betrachtenden Person beginnen kann. Ich selbst trete dabei in den Hintergrund. Der Realität kann sich niemand entziehen, auch Kunstschaffende nicht. Sie ist also jedenfalls relevant, muss aber nicht zwingend Thema einer Arbeit sein.
 
Beschäftigst du dich mit dem Werk anderer KünstlerInnen oder mit KünstlerInnen vorangegangener Epochen?
MG: Ja, ich schaue mir sehr viel Kunst an und liebe es in Ausstellungen zu gehen. Das interessiert mich brennend, ist aber auch für meine eigene Entwicklung und Arbeit wichtig. Es inspiriert mich und erweitert mein visuelles Vokabular. Besonders interessiert bin ich an zeitgenössischer Kunst.
 
Was ist die tägliche Herausforderung eines Künstlers? Worin besteht deine tägliche Herausforderung?
MG: Allgemein: Nicht müde zu werden, Fragen zu stellen.  Persönlich würde ich hinzufügen: Aufmerksam und kritisch zu bleiben, die eigene Arbeit immer wieder zu hinterfragen und auf Qualität zu prüfen.
 
Kunst machen versus Kunst präsentieren?
MG: Das ist für mich untrennbar. Wenn ich ein visuelles Konzept für meine Arbeit entwickle, ist die Präsentationsform ein Teil davon. Es ist auch immer wieder spannend meine Kunst in neuen Räumen und Kontexten zu präsentieren – dies beeinflusst die Arbeit automatisch und kann neue Aspekte zum Vorschein bringen.
 
Denkst du im Schaffensprozess an die BetrachterInnen?
MG: Ja, unbedingt! Sie sind für mich wesentlich, da es mir vor allem um die Kommunikation zwischen Kunst und BetrachterIn geht. Ziel meiner Arbeit ist die Rezeption.
Wie stellst du dir den idealen Käufer/Sammler deiner Arbeiten vor? Wo möchtest du deine Arbeiten hängen, stehen, ..sehen?
MG: Ich würde meine Arbeiten gerne in verschiedenen Bereichen sehen: In Ausstellungen und Galerien – wo sie sich auch gegenüber anderen Werken behaupten müssen, in Kommunikation treten können und vielen Menschen begegnen. Aber genauso im privaten Bereich – wo ein intimer Dialog mit einzelnen oder mehreren Personen entstehen kann.
 
Was erwartest du dir von BetrachterInnen deiner Arbeiten? Was sollen deine Arbeiten auslösen?
MG: Zeit für Begegnung und Offenheit, damit ein Dialog entstehen kann.
 
Wenn deine Kunst zu etwas beitragen kann – wozu?
MG: Fragen und Auseinandersetzung zu evozieren und vielleicht neue Blickwinkel zu eröffnen.
 
Was bedeutet für dich die Kunst?
MG: Kommunikation auf eine subtile Weise – Fragen stellen und Fragen sowie Empfindungen auszulösen, statt Antworten zu geben. Sowie dafür eine Atmosphäre zu schaffen.
 
Wie hat dich deine Ausbildung und deine Professoren in deinem persönlichen Umgang mit deiner Arbeit beeinflusst und zu deiner Entwicklung beigetragen?
MG: Diese Zeit war sehr intensiv und ganz wesentlich für meine Entwicklung – hier habe ich das Textil als Medium für mich entdeckt. Ich habe auch gelernt, wie wichtig es ist die eigene Arbeit im Kontext sehen, deren Qualität zu prüfen und klar und direkt zu kommunizieren.
 
Was beeindruckt dich?
MG: Andere KünstlerInnen – ich bin immer wieder tief beeindruckt, wenn ich Werke sehe, bei denen alles aufgeht. Arbeiten, die es schaffen einen in ihren Bann zu ziehen und dabei klar, stimmig und intelligent sind.
 
Gab es in deinem Schaffensprozess eine Schlüsselsituation, die dich zu deinem heutigen Stand deiner künstlerischen Arbeit gebracht hat?
MG: Ich würde es eher als Entwicklung beschreiben. Es gibt immer wieder neue Impulse und Begegnungen, die mich vorantreiben. Schlüsselsituationen waren, als ich zum ersten Mal einen meiner Drucke auf einen Rahmen aufgespannt habe oder meine eigene Arbeit in einer Ausstellung gesehen habe. Da ist für mich einiges aufgegangen.
 
Manche KünstlerInnen entwickeln einen Stil – der es den BetrachterInnen und auch KuratorInnen leicht macht eine Einteilung zu finden. Magst du, wenn deine Arbeit einer Kategorie zugeteilt wird? Glaubst du deinen Stil bereits entwickelt / gefunden zu haben?
MG: Ich mache sehr unterschiedliche Arbeiten, da ich die visuelle Form dem Thema entsprechend wähle. Das macht es vielleicht schwierig mich zu kategorisieren oder meinen Stil festzumachen. Ich denke aber, dass ich als Person in jeder meiner Arbeit spürbar bin.
 
Was ist die Gratwanderung eines/r zeitgenössischen KünstlerIn in diesen Jahren?
MG: Nicht einem Trend in der Kunst hinterherzujagen, um für den Markt attraktiv zu sein, sondern sich treu zu bleiben und trotzdem erfolgreich zu sein.
 
Worin besteht die Chance, Schwierigkeit sich in der Kunstwelt zu positionieren?
MG: Die Chance besteht unter anderem darin mehr Möglichkeiten zu bekommen die eigene Arbeit in verschiedenen Kontexten zu zeigen. Das ermöglicht mehr Rezeption, mehr Gegenüberstellungen, mehr Dialoge. Was natürlich motiviert und dabei hilft sich weiter zu entwickeln. Eine Schwierigkeit dabei ist, sich selbst gut zu vermarkten und zäh zu bleiben.
 
Warum glaubst du sind jene KünstlerInnen erfolgreich und jene nicht?
MG: Da spielen viele Faktoren mit. Wesentlich ist natürlich die Qualität der Arbeit, aber auch Self-Publicity.
 
Wann ist eine Künstlerin erfolgreich? Was bedeutet Erfolg in der bildenden Kunst?
MG: Das muss jedeR für sich selbst festlegen. Für mich bedeutet es mit meinen Arbeiten präsent zu sein, kontinuierlich auszustellen und in Dialog zu treten.
 
Wo siehst du dich selbst als KünstlerIn in 10 Jahren?
MG: Bei einem Artist in Residence Aufenthalt in Paris – lieber schon vorher.
 
Wo möchtest du gerne ausstellen?
MG: Da gibt es viele Orte. Ein Traum wäre, im Kunsthaus Bregenz Arbeiten zu zeigen.
 
Wen würdest du gerne kennenlernen?
MG: Marina Abramovic
 
Welche Schritte sollst du gehen – welche Schritte magst du gehen?
MG: Ich bin gerade sehr in Aufbruchsstimmung und habe Lust auf Veränderungen. Daher würde es mich sehr interessieren neue Orte zu bereisen und Kunst in einer anderen Umgebung zu machen.
 
Melanie Greußing, geboren 1987 in Vorarlberg, lebt und arbeitet in Linz und Vorarlberg. Studium Textil/Kunst&Design  an der Kunstuniversität Linz 2008-2011, 2012 – 2014 Universitätsassistentin an der Kunstuniversität Linz, seit 2014 Senior Artist an der Kunstuniversität Linz, 2016 Atelierstipendium Kanada
www.melanie-greuszing.at

Vorgestellt_KünstlerInnen goldilocks effects 2016
Felix-Benedikt Sturm

FSTURM--FotoBei goldilocks effects 2016 präsentieren und verkaufen 11 KünstlerInnen ihre Arbeiten. Bevor der ‪#dialog mit den KünstlerInnen vor Ort mit euch stattfinden wird, haben wir schon mal einige Fragen an die KünstlerInnen gestellt um euch ihre künstlerische Arbeit vorzustellen. Ich freue mich sehr den Künstler Felix-Benedikt Sturm vorzustellen.
Wie bist du zu „deinem“ Medium gekommen? Was interessiert sich an der Malerei, an der Fotografie, am Druck, an der Installation,…?
F-B.ST.: Ich denke, dass jede Form der künstlerischen Arbeit und ihrer Exposition einen installativen Charakter hat und man sich somit dieser Kategorie nicht entziehen kann. Ansonsten kann man meine Arbeitsweise schwer auf ein Medium festlegen, am ehesten noch auf die Fotografie, und dabei vor allem auf die Diskurse um das Fotografische Bild, dessen Produktion und Gebrauchsweise.
Was ist/sind deine Inspirationsquelle/n für deine Arbeiten?
F-B.ST.: Die Inspiration kommt aus vielerlei Quellen, oft aus zeitgenössischen Diskursen in der Kunst, manchmal aus der Politik, dann wieder aus der Wissenschaft oder einfach nur aus alltäglichen Beobachtung.
 
Wie kann man sich den Prozess vorstellen. „Von der Inspiration, Idee zur Umsetzung“?
F-B.ST.: Idee – Recherche – Konzept – Umsetzung(-splan) gehen bei mir sehr fließend ineinander, dann meist viel neues Lernen, und dabei oft den ersten Part vielmals revidiert/revitalisiert.
Ist deine eigene Lebensgeschichte wichtig im Verstehen oder der Rezeption deiner Arbeiten? Ist Realität generell eine wesentliche Komponente im Verstehen von Kunst im Allgemeinen?
F-B.ST.: Ich denke meine eigene Lebensgeschichte ist nicht ausgesprochen wichtig für die Rezeption meiner Arbeit, bzw. vermeide ich bewusst, biographische Anhaltspunkt. Allerdings ist dieser Anteil im Schaffen oft ein blinder Fleck und wird erst, manchmal viel später, im Nachhinein lesbar.
 
Beschäftigst du dich mit dem Werk anderer KünstlerInnen oder mit KünstlerInnen vorangegangener Epochen?
Laufend und ständig, Ich recherchiere sehr genau vor und nach dem Besuch von Ausstellungen, und noch genauer, wenn ich mit anderen Künstler_Innen an einer Ausstellung beteiligt bin. Diese Recherchen sind aber größten Teils dem Interesse an Kunst als Konsument und einem Verstehen-Wollen der Ansatzpunkte, Arbeitsweisen und den dazugehörigen Diskursen anderer Positionen zuzurechnen – obwohl es natürlich auch manchmal Inspiration, vorallem aber große Motivation gibt, zu sehen, was für tolle Arbeiten existieren. Mit Werken vorangegangener Epochen beschäftige ich mich hauptsächlich in der Recherche zu eigenen Arbeiten und durch die Fachliteratur.
 
Was ist die tägliche Herausforderung eines Künstlers? Worin besteht deine tägliche Herausforderung?
F-B.ST.: Die größte Herausforderung ist wohl die langfristige finanzielle Unsicherheit – die in Zeiten des Turbokapitalismus Künstler auch nicht mehr in besonderem Maße betrifft – und das Einhergehen von Schwierigkeiten im Experimentieren mit verschiedenen End-Umsetzungsmöglichkeiten, so zu sagen einer Virtualisierung dessen, was man oft nur in der Realität oder gar in Ausstellungskontexten sichtbar werden kann.
 
Kunst machen versus Kunst präsentieren?
F-B.ST.: Immer Kunst machen – allerdings gibt es gerade in meiner Arbeitsweise viele Arbeiten, die nur in Ausstellungskontexten und den, durch diese aufgeworfenen Fragestellungen funktionieren können. Ich denke also, dass Auszustellen bzw. eine Arbeit in Kontexten außerhalb des Ateliers zu exponieren auch immer Teil des Arbeitszyklus ist.
 
Denkst du im Schaffensprozess an die BetrachterInnen?
F-B.ST.: Selbstverständlich, manchmal aber auch nur aus banalen Gründen wie z.B. Sicherheitsvorkehrungen. Die Schlüssigkeit des Konzeptes, kommt für mich jedenfalls vor der primären Verständlichkeit für die Betrachter_Innen.
 
Wie stellst du dir den idealen Käufer/Sammler deiner Arbeiten vor? Wo möchtest du deine Arbeiten hängen, stehen, ..sehen?
F-B.ST.: Ich denke, den Idealen Käufer oder Sammler gibt es nicht – Ich denke Wille zur Auseinandersetzung abseits rein ästhetischer Werte -mit allem was dabei vorausgesetzt wird- ist mir persönlich das Wichtigste. Zum Wo, würde ich eher mit welchen anderen Arbeiten, Positionen und in welchem Kontext sagen und das kann ich pauschal nicht beantworten.
 
Was erwartest du dir von BetrachterInnen deiner Arbeiten? Was sollen deine Arbeiten auslösen?
Ich erwarte mir ehrlich gesagt gar nichts und freue mich, wenn die Menschen, durch die Fragestellungen hinter meinen Arbeiten angeregt werden – Als zu verstehende Antworten sehe ich meine Arbeit nicht.
 
Wenn deine Kunst zu etwas beitragen kann – wozu?
F-B.ST.: Ich denke Kunst kann sehr viel zu einer besseren Gesellschaft beitragen – alleine schon durch das Lernen des Scheiterns an Kunstwerken, sowohl als Produzent, als auch Rezipient. Sie zeigt uns, fernab von den Regeln des Marktes und Kunstmarktes, die Grenzen des Kosten-Nutzen Denkens und die Lust am Experiment. Ich denke Kunst zu schaffen ist wie die meisten anderen Berufe und Lohnarbeit per se politisch und somit immer in den dazugehörigen Spannungsfeldern zu verstehen.
 
Was bedeutet für dich die Kunst?
F-B.ST.: Für mich ist Kunst ein unglaublich spannendes, abwechslungsreiches, vielfältiges Betätigungsfeld, das einen ständig fordert und einem sehr viel abverlangt – Sie hilft jedenfalls gegen Trägheit!
 
Wie hat dich deine Ausbildung und deine Professoren in deinem persönlichen Umgang mit deiner Arbeit beeinflusst und zu deiner Entwicklung beigetragen?
F-B.ST.: Zu dieser Frage könnte ich einen Roman schreiben – Die Einflüsse durch Auseinandersetzungen, Diskurse und auch einige Konflikte im Laufe meiner Studienzeit waren sicherlich starke Einflüsse in alle möglichen Richtungen – Als Betrachter, als Produzent, aber auch persönlich. Jedenfalls kann ich im Nachhinein sagen, dass ich keinerlei Plan hatte, als ich das Studium angefangen habe, und dass vieles, allem voran Eva Grubingers unermüdliches Dekonstruieren vordergründiger Rechtfertigungen eine große Bereicherung waren.
 
Was beeindruckt dich?
F-B.ST.: Eigentlich kann ich das nur so beantworten: Vieles. Das fängt bei den Menschen in meiner Umgebung an und endet dann eigentlich nicht mehr.
 
Gab es in deinem Schaffensprozess eine Schlüsselsituation, die dich zu deinem heutigen Stand deiner künstlerischen Arbeit gebracht hat?
F-B.ST.: Es gab viele solcher Schlüsselsituationen, mit Erkenntnissen über Kunst, aber auch über das Künstler-Sein und über die akademische Welt. Eine der wichtigsten begab sich aber gleich zu Beginn meines Studiums, als eine Gastprofessorin mein präsentiertes Werk als Materialhaufen bezeichnete – womit sie vollkommen recht hatte.
 
Manche KünstlerInnen entwickeln einen Stil – der es den BetrachterInnen und auch KuratorInnen leicht macht eine Einteilung zu finden. Magst du, wenn deine Arbeit einer Kategorie zugeteilt wird? Glaubst du deinen Stil bereits entwickelt / gefunden zu haben?
F-B.ST.: Ich denke einen persönlichen Stil mag man im Nachhinein durchaus ausmachen können. Aber eben auch Brüche und Entwicklungen. Aktiv versuche ich eine solche Positionierung jedenfalls nicht – Ich arbeite mich lieber an Themen und Diskursen die eine Dringlichkeit erzeugen ab – mit unterschiedlicher Stringenz.
Was ist die Gratwanderung eines/r zeitgenössischen KünstlerIn in diesen Jahren?
F-B.ST.: Sich auf die Produktion zu konzentrieren und sich nicht vom Wettbewerb, wer am meisten postet, wer am öftesten geliked wird, mitreißen zu lassen.
Worin besteht die Chance, Schwierigkeit sich in der Kunstwelt zu positionieren?
F-B.ST.: Ich denke, die Schnelllebigkeit der verschiedenen Ebenen des Kunstmarktes macht es bei einer strategischen Vorgangsweise recht einfach, vordergründigen Erfolg zu haben. Daneben wird es immer schwieriger in „nachhaltige“ Sammlungen zu kommen – nicht zuletzt weil die öffentliche Hand mit privaten Geldern oft nicht mithalten kann.
 
Warum glaubst du sind jene KünstlerInnen erfolgreich und jene nicht?
F-B.ST.: Ich denke, Erfolg, so unterschiedlich man ihn definieren mag ist immer von vielen Faktoren abhängig. Die wichtigsten Mittel zum Erfolg, die man selbst mitbringen kann, scheinen mir Durchhaltevermögen und ein dickes Fell zu sein.
 
Wann ist eine Künstlerin erfolgreich? Was bedeutet Erfolg in der bildenden Kunst?
F-B.ST.: Wenn das Werk einen Einfluss auf den zeitgenössischen Diskurs hat.
 
Wo siehst du dich selbst als KünstlerIn in 10 Jahren?
F-B.ST.: Keine Ahnung – es bleibt sicher spannend.
 
Wo möchtest du gerne ausstellen?
F-B.ST.: Das ist vermutlich die leichteste deiner Fragen – auf der Documenta!
 
Wen würdest du gerne kennenlernen?
F-B.ST.: Wer immer gerade motiviert ist.
 
Felix-Benedikt Sturm, geboren 1988 in Linz, lebt und arbeitet ebendort.  Studium Philosophie an der Universität Salzburg 2007 – 2009, seit 2008 Studium Soziologie an der Johannes Kepler Universität Linz,  2010 – 2015  Studium  Bildhauerei – transmedialer Raum, Klasse Eva Grubinger, an der Kunstuniversität Linz, Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung. 2015 Kunstpreis Diözese Linz, 2013 Kunstpreis der Energie AG Linz

Vorgestellt_KünstlerInnen goldilocks effects 2016
Tina Kögl

FullSizeRenderBei goldilocks effects 2016 präsentieren und verkaufen 11 KünstlerInnen ihre Arbeiten. Bevor der ‪#dialog mit den KünstlerInnen vor Ort mit euch stattfinden wird, haben wir schon mal einige Fragen an die KünstlerInnen gestellt um euch ihre künstlerische Arbeit vorzustellen.
Wie bist du zu „deinem“ Medium gekommen? Was interessiert dich an der Malerei und am Druck?
TK: Am Mozarteum bin ich in die Grafik Klasse gekommen und habe zu drucken begonnen. Das tolle am Druck ist, dass es immer spannend ist wie der Druck letztendlich aussieht. Der Moment wenn man die Druckplatte entfernt und das Ergebnis sieht… Spannend finde ich auch die Verbindung von Malerei und Druck.
Was ist/sind deine Inspirationsquelle/n für deine Arbeiten?
TK: Ich sammle Eindrücke, Fotos, Bilder, Ausschnitte aus Zeitschriften, alles Mögliche.
Wie kann man sich den Prozess vorstellen. „Von der Inspiration, Idee zur Umsetzung“?
TK: Da baut sich im Kopf eine Art Geschichte zusammen. Oft sehe ich nur ein Bild oder eine Architektur, ein Detail… Oder ich habe eine Idee oder ein Gefühl für ein Bild, einen Druck und das soll dann rüberkommen.
Ist deine eigene Lebensgeschichte wichtig im Verstehen oder der Rezeption deiner Arbeit? Ist Realität generell eine wesentliche Komponente im Verstehen von Kunst im allgemeinen?
TK: Ich glaube schon. Daraus entstehen meine Vorlieben, was mich interessiert, was ich in meinen Bildern verwende. Ob der Rezipient sie auch unbedingt kennen muss, weiß ich nicht. Es erschließt sich vielleicht eine weitere Ebene.
Beschäftigst du dich mit dem Werk anderer KünstlerInnen oder mit KünstlerInnen vorangegangener Epochen?
TK: ja, schon sehr gerne.
Was ist die tägliche Herausforderung eines Künstlers? Worin besteht deine tägliche Herausforderung?
TK: Im Moment, Zeit zum Arbeiten zu finden.
Kunst machen versus Kunst präsentieren?
TK: Eindeutig mache ich lieber Kunst, als sie zu präsentieren. Allerdings gehört es dazu und ist auch wichtig um sich selbst und sein eigenes Werk im Kontext zu anderen Werken zu sehen. Durch die Präsentation und das Aufeinandertreffen von Werk und Betrachter entstehen spannende Momente die einem im eigenen Schaffen auch weiterhelfen können.
Denkst du im Schaffensprozess an die BetrachterInnen?
TK: Nein. Ein Bild muss für mich passen, fertig sein, gut sein. Wenn es dann jemanden gefällt umso besser!
 
Wie stellst du dir den idealen Käufer/Sammler deiner Arbeiten vor? Wo möchtest du deine Arbeiten hängen, stehen, …sehen?
TK: Er soll von meinen Arbeiten begeistert sein und mehr haben wollen! In den großen Museen zu Lebzeiten 😉
 
Was erwartest du dir von BetrachterInnen deiner Arbeiten? Was sollen deine Arbeiten auslösen?
TK: Ich erwarte nichts. Wenn meine Bilder etwas auslösen, dann freut es mich.
 
Wenn deine Kunst zu etwas beitragen kann- wozu?
TK: zum Träumen, zum Fantasieren,…
 
Was bedeutet für dich die Kunst?
TK: ein möglicher Weg mich auszudrücken. Sich mit der Welt auseinanderzusetzen.
 
Wie hat dich deine Ausbildung und deine Professoren in deinem persönlichen Umgang mit deiner Arbeit beeinflusst und zu deiner Entwicklung beigetragen?
TK: eigentlich mehr die Kommunikation mit anderen Studierenden und die Gespräche allgemein über Kunst.
 
Was beeindruckt dich?
TK: Mich beeindrucken oft die Gedankenansätze mancher Künstler.
 
Gab es in deinem Schaffensprozess eine Schlüsselsituation, die dich zu deinem heutigen Stand deiner künstlerischen Arbeit gebracht hat?
TK: Da gab es bestimmt einige… z.B.: Der Kauf meiner Druckerpresse!
 
Manche KünstlerInnen entwickeln einen Stil – der es den BetrachterInnen und auch KuratorInnen leicht macht eine Einteilung zu finden. Magst du, wenn deine Arbeit einer Kategorie zugeteilt wird? Glaubst du deinen Stil bereits entwickelt/gefunden zu haben?
TK: Ich glaube man entwickelt sich immer weiter (hoffentlich) und ich hoffe, dass ich noch nicht fertig bin. Ob ich in irgendeine Schublade gesteckt werde ist mir eigentlich egal.
 
Was ist die Gratwanderung eines/r zeitgenössischen KünstlerIn in diesen Jahren?
TK: Es gibt so viele Einflüsse. Ich glaube sich treu zu bleiben ist heute besonders schwierig.
 
Worin besteht die Chance, Schwierigkeit sich in der Kunstwelt zu positionieren?
TK: Es ist sicherlich heute leichter sich übers Internet zu präsentieren. Aber auch schwieriger sich aus der Masse herauszuheben.
 
Warum glaubst du sind jene KünstlerInnen erfolgreich und jene nicht?
TK: Bei den Erfolgreichen stimmt alles: die Kunst ist gut!, gutes Netzwerk, Glück…
 
Wann ist eine Künstlerin erfolgreich? Was bedeutet Erfolg in der bildenden Kunst?
TK: Wenn man gut verkauft, in Zeitschriften berichtet wird, Ausstellungen in Galerien, Museen,…
 
Wo siehst du dich selbst als Künstlerin in 10 Jahren?
TK: Hoffentlich erfolgreich und beim Kunst machen!
 
Wo möchtest du gerne ausstellen? Wen würdest du gerne kennenlernen?
TK: Galerien, Museen – egal wo. Da gibt es einige, die ich gerne kennenlernen möchte…
 
Welche Schritte sollst du gehen – welche Schritte magst du gehen?
TK: weitermachen, mal schauen was noch so alles kommt!
 
Tina Kögl, geboren 1974 in Salzburg, 1999 Studium Dipl.Päd. für VS 2006-2013,  Universität Mozarteum Salzburg, Grafik bei Prof. H. Stejskal / Prof. Beate Terfloth, 2012 Studienabschluss Master of Art- Kunstgeschichte. 2001-2005 Teilnahme an der Internationalen Sommerakademie Salzburg bei Ernst Caramelle, Jacobo Borges, Eva Wagner,

Vorgestellt_KünstlerInnen goldilocks effects 2016
Anna Schwarz

FotoBei dem Projekt goldilocks effects werden 11 KünstlerInnen ihre Arbeiten präsentieren und verkaufen. Bevor der #dialog vor Ort mit den KünstlerInnen stattfindet haben wir den KünstlerInnen schon mal einige Fragen gestellt. Wie bist du zu „deinem“ Medium gekommen? Was interessiert sich an der Malerei, an der Fotografie, am Druck, an der Installation,…?
Ich verstehe meine Arbeit als soziale, historische, ökologische, politische, und kulturelle Bereiche in welchen meine Arbeit aktiv ist, Ausgangspunkt ist und ihren Teil beiträgt. Ich beschäftige mich mit Kleidung. Mode ist ein Teil der Geschichte von Kleidung und ebenso Skulptur.
Was ist/sind deine Inspirationsquelle/n für deine Arbeiten?
Der täglich Umgang, der außergewöhnliche Umgang, das Entwerfen und Gestalten, das Entwerfen von Images, Gedanken, die Konstruktionen von Kontexten. Hierbei gehe ich rigoros vor und lasse viele Aspekte als berechtigt gelten.
 
Wie kann man sich den Prozess vorstellen. „Von der Inspiration, Idee zur Umsetzung“?
Meine letzten Arbeiten war sehr umfangreich und erstreckten sich über einen längeren Zeitraum von etwa einem Jahr bis an die zwei Jahre. Im Prozess gibt es daher viele Ideen und auch Inspiration, diese setzte ich der Haltbarkeit aus, in Verbindung mit anderen mehr oder weniger fertigen Ideen.
 
Ist deine eigene Lebensgeschichte wichtig im Verstehen oder der Rezeption deiner Arbeiten? Ist Realität generell eine wesentliche Komponente im Verstehen von Kunst im allgemeinen?
Ich denke meine Lebensgeschichte oder sagen wir meine Lebenserfahrung ist durchaus ein großer Teil mit dem ich arbeite, aus dem heraus ich arbeite. Ich versuche gezielt Erfahrung z.B. in Bezug auf Mode, Kleidung, Mensch und Körper zu machen. Diese Erfahrungen ermöglichen mir einen breiteren Horizont und bewegen sich klar aus der Theorie sowie aus dem gesicherten Ort des Ateliers heraus.
 
Beschäftigst du dich mit dem Werk anderer KünstlerInnen oder mit KünstlerInnen vorangegangener Epochen?
Ja und nein. Ich beschäftige mich ganz klar mit anderen Werken, Werkgruppen und versuche einen Blick des Momentes darauf zuwerfen, und trete auch in eine art Dialog ein. Doch es gibt Phasen der Verarbeitung und in diesen Phasen entziehe ich mich externer Einflüsse. Wobei man natürlich auch beachten sollte das Kunstwerke Passivität in sich tragen, die Aktivierung der Auseinandersetzung liegt bei mir. Dieses Verhältnis dreht sich, im Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen. Der Austausch und das offene Zuhören ist etwas das ich schätze aber von welchem ich immer wieder gezielt Abstand benötige um eine Fokussierung der Themen fertig zu bringen.
 
Was ist die tägliche Herausforderung einer Künstlerin? Worin besteht deine tägliche Herausforderung?
In erster Line, meiner Arbeit Platz einzuräumen und zu erkennen wo meine Arbeit steht und um was für eine Art der Arbeit es sich handelt. Lange Teile erstrecken sich oft im Erarbeiten von Inhalten auf theoretischem Feld oder im spezifischen Erkunden. Den täglichen Gang ins Studio schätze ich, aber mein Tätigkeitsfeld findet nicht ausschließlich dort statt.
 
Kunst machen versus Kunst präsentieren?
Das ist für mich eine Art gemeinsame Sache. Ich denke den Kontext der Präsentation meist mit. Da sich meine Kunst im Raum einrichtet und in dem aufeinander treffen des Umfelds aktiv wird.
 
Denkst du im Schaffensprozess an die BetrachterInnen?
BetrachtenInnen können zu tiefst unterschiedlich sein und ihre Bereitschaft und Empfänglichkeit variieren. Ich denk an die/den BetrachterInnen soweit, das ich dieser/diesem einen Zugang legen möchte und mich in einige Perspektiven hinein versetzte.
 
Wenn deine Kunst zu etwas beitragen kann – wozu?
Zu einen besseren Welt ? 🙂 Ich bemühe mich in meinem Bereich die Arbeit dort anzulegen wo sie weiter getragen werden kann. Das heißt, nicht Ist-Zustände zu vermitteln sondern Szenerien.
 
Was bedeutet für dich die Kunst?
Meine Möglichkeit zu Arbeiten und mich den nötigen Dinge zu widmen, welchen ich Aufmerksamkeit schenken kann.
 
Wie hat dich deine Ausbildung und deine Professoren in deinem persönlichen Umgang mit deiner Arbeit beeinflusst und zu deiner Entwicklung beigetragen?
Ich hatte wirklich viele ProfessorInnen in meiner Ausbildung an der Uni, zwei Studien, Erasmus und darin auch eine umtriebiges Interesse. Dabei hatte ich einige verschiedene künstlerische Positionen kennengelernt. Ich mag die Diversität der unterschiedlichen Kunstprodukte. Ich bin froh das es keine Konformität in dieser gibt, und hab mich Antagonismen ausgesetzt um mir solche vor Augen zu führen. Im Diskurs mit meiner eigene Positionierung konnte und kann ich daher auf unterschiedliche Aspekte von Wahrheiten zurückgreifen.
 
Was beeindruckt dich?
Schwer zu sagen, … ich glaub Epochales beeindruckt mich aber ich reflektiere diese Gefühl und den Gegenstand. Ich denke, dass im Beindrucken auch ein gewisses erdrücken steckt. Anderes auszuschließen, zu überstrahlen und einen Moment der Ganzheit zu provozieren, ist ein mit Vorsicht zu observierender Zustand, wenn er Zustand bleibt.
 
Gab es in deinem Schaffensprozess eine Schlüsselsituation, die dich zu deinem heutigen Stand deiner künstlerischen Arbeit gebracht hat?
Ja durchaus, aber oft erkenne ich diese im Nachhinein, da sie mich eventuell in eine andere Richtung lenken haben lassen. Oft geschieht das in Verbindung mit einer vagen Vorstellung und den eigentlich realen Umständen. Also vielleicht ein Erkenntnisgewinn …
 
Manche KünstlerInnen entwickeln einen Stil – der es den BetrachterInnen und auch KuratorInnen leicht macht eine Einteilung zu finden. Magst du, wenn deine Arbeit einer Kategorie zugeteilt wird? Glaubst du deinen Stil bereits entwickelt / gefunden zu haben?
Mein Stil kommt aus der Auseinandersetzung mit den Menschen. Dieser kann oder wird in der Transdisziplinarität zwischen Mode und Kunst rezipiert und das ist auch ein Kommunikationsstart um einen ungefähren Kontext zu erhalten. Ich glaub es wird vielleicht möglich sein in den nächsten Jahren einen Stil daraus abzuleiten. Auch wenn das stark in der Rezeption passiert und ich meine Arbeit nicht danach ausrichte.
 
Was ist die Gratwanderung eines/r zeitgenössischen KünstlerIn in diesen Jahren?
In meinem Fall würde ich as mit der Transdisziplinarität beantworten, in welcher ich Arbeite. Es ist nicht leicht von beginn zwei Bereich als die eigenen zu definieren und daraus gehend eine Narration aufzubauen, bei welcher ich mich im laufe der Zeit natürlich um Verständigung bemühe. Es ist eine intensive Auseinandersetzung innerhalb der Theorie, mit einem kleinen Kreis an KollegInnen mit ähnlichen Anliegen und forschender Tätigkeit.
 
Worin besteht die Chance, Schwierigkeit sich in der Kunstwelt zu positionieren?
Mein Ansatz und meine Herausforderung zugleich sind das Wissen über die Aspekt der Kunstwelt, sich darin zu navigieren, zu wissen was man will, wohin man will und wohin nicht, sind Brot im Hürde. Der breitere Kontext des Wissens, lässt sich nur durch Vermittlung, im Austausch mit Beteiligten der Kunstwelt erfahren. Besonders schwer oder aber auch eine Chance, sind Disziplinen übergreifende künstlerische Praxen. Ihre Rezeption kann im Kunstkontext aufgenommen werden oder verstörend wirken. Dabei geht es um die Platzierung der Kunst.
 
Warum glaubst du sind jene KünstlerInnen erfolgreich und jene nicht?
Ich glaub das hat viel mit Rezeption zu tun. Kunst funktioniert nicht nur im Studio, sie muss raus und inhaltlich stark sein. Das ist eine Gratwanderung, die ein feines Gespür für den richtigen Zeitpunkt verlangt und klar auch Glück.
 
Wann ist eine Künstlerin erfolgreich? Was bedeutet Erfolg in der bildenden Kunst?
Schwer zu beantworten, ich glaub man ist erfolgreich wenn man über Jahre hinweg es schafft interessante Projekte zu realisieren. Ich denke das stetige Arbeiten und die damit einhergehenden Möglichkeiten die Arbeit einem größeren und auch internationalen Publikum sichtbar zumachen, ist es was ich als Erfolg für mich definiere.
 
Wo siehst du dich selbst als KünstlerIn in 10 Jahren?
Arbeitend an meinen Projekten
 
Welche Schritte sollst du gehen – welche Schritte magst du gehen?
Schritt für Schritt, es ist viel zu tun.
 
Anna Schwarz, geboren 1988 in Salzburg, lebt und arbeitet in Wien.
2016 Diplom in Mode an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Seit 2009 Bildende Kunst mit verschiedenen Fachbereichen an der Akademie der Bildenden Künste Wien, sowie 2013-2014 Erasmus an der Central Saint Martins London. 2016 erhielt sie den RONDO-Vöslauer-Modepreis.
http://schwarzanna.tumblr.com/
 
 

Vorgestellt_KünstlerInnen goldilocks effects 2016

SISSA MICHELI by Benedikt Kofler, kleinBei goldilocks effects 2016 präsentieren und verkaufen 11 KünstlerInnen ihre Arbeiten. Bevor der ‪#dialog mit den KünstlerInnen vor Ort mit euch stattfinden wird, haben wir schon mal einige Fragen an die KünstlerInnen gestellt um euch ihre künstlerische Arbeit vorzustellen.
Ich freue mich sehr die KünstlerIn Sissa Micheli vorzustellen:
Wie bist du zu „deinem“ Medium gekommen? Was interessiert dich an der Fotografie, an der Installation?
SM: Mein Onkel war Filmemacher. Der Film hat mich immer schon fasziniert. In meiner Jugend saß ich jede Woche im Kino. Mich interessieren Schnittstellen und Bruchlinien, zum Beispiel zwischen Fotografie und Film, aber auch zwischen dem Dokumentarischen und dem Fiktiven, das Medienreflexive.
 
Was ist/sind deine Inspirationsquelle/n für deine Arbeiten?
SM: Die Realität, der Film, die Philosophie, die menschlichen Schicksale im Mikro– und Makrokosmos; die Politik und die Umweltproblematik.
 
Wie kann man sich den Prozess vorstellen. „Von der Inspiration, Idee zur Umsetzung“?
SM: Davon handelt meine neue Arbeit: „On the Process of Shaping an Idea into Form through Mental Modelling“, die ich für den Monat der Fotografie in Wien vorbereite.
Kurze Videosequenzen von ins Bild geworfenen Kleidungsstücken folgen aufeinander, jede Sequenz endet mit einem Standbild. Dazu hört man meine Stimme aus dem Off, wie ich über den Entstehungsprozess von Fotografie und Kunst reflektiere. Die temporären Skulpturen, die von den in der Bewegung festgefrorenen Kleidungsstücken gebildet werden, symbolisieren den Entstehungsprozess von Kunst und Fotografie – die rohe Idee nimmt Form an, ihre letztendliche Fassung ist aber vielen Bedingungen unterworfen. Auch bei mehreren Würfen wird niemals dieselbe Form zweimal entstehen – dies unterstreicht die Idee des fotografischen Moments, der einzigartig ist. Dieser Moment, in dem Ideen Form annehmen, ist zutiefst fragil. Die Zeit zwischen dem Entstehen der Idee und ihrer Realisierung ist noch zerbrechlicher. Mit dieser Arbeit habe ich ein Bild gefunden, das fähig ist, diesen Prozess abzubilden.
Ich entwickle eine Idee, ein mentales Modell wie es Steven Shore nennt. Shore meint damit die Faktoren, die meist unbewusst in Fotos einfließen: Bilder, die mir gefallen haben, beeinflussen die Art und Weise, wie ich fotografiere. Mit anderen Worten: Die eigene Persönlichkeit hat einen Einfluss auf die Art, wie ich fotografiere: Wie gehe ich mit neuen Eindrücken und Erfahrungen um? Bin ich offen ihnen gegenüber oder interessieren sie mich nicht? Eine Idee schärfe ich, indem ich mit meinen Freunden drüber spreche. Hier hat mich Heinrich von Kleist inspiriert. Er schrieb das kurze Schriftstück „Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“.
Die Umsetzung einer Idee manifestiert sich oft etwas anders, als ich es mir es vorstelle. Ich kämpfe mit der Apparatur, mit den Wetterbedingungen, mit dem Zufall. Ich grenze ihn aus oder schließe ihn bewusst mit ein…. und am Ende bin ich vom Ergebnis überrascht. Der Ergebnis ist dann ein fast magischer Moment.
 
Ist deine eigene Lebensgeschichte wichtig im Verstehen oder der Rezeption deiner Arbeiten? Ist Realität generell eine wesentliche Komponente im Verstehen von Kunst im allgemeinen?
SM: Meine Lebensgeschichte ist für die Rezeption meiner Arbeiten nicht unbedingt notwendig, aber erschließt wahrscheinlich eine weitere Ebene. Ich leide an einer Augenkrankheit und die Bilder, die ich mit verfallenen Filmen anfertige, zeigen die Wahrnehmung von Patienten, die an dieser Augenkrankheit leiden. Darüber hinaus arbeiten sie aber mit dem Vergänglichen, eine immanente Eigenschaft der Fotografie. Die Realität ist für das Verstehen von zeitgenössischer v.a. postkonzeptueller Kunst zweifelsohne von Bedeutung!
 
Beschäftigst du dich mit dem Werk anderer KünstlerInnen oder mit KünstlerInnen vorangegangener Epochen?
SM: Selbstverständlich!
 
Was ist die tägliche Herausforderung eines Künstlers? Worin besteht deine tägliche Herausforderung?
SM: Die Selbstorganisation und Selbstdisziplin, die Verwaltung, die Selbstkritik, das Multitasking, das Netzwerken, die Konkretisierung von Ideen unter Zeitdruck, die Nebenjobs…
 
Kunst machen versus Kunst präsentieren?
SM: Das geht oftmals Hand in Hand, denn bei meinen Arbeiten bin ich nicht immer alleine im Atelier, sondern mache auch Performances für die Kamera. Kunst machen ist generell eher ein meditativ-kognitiver Prozess, der etwas Definitives bekommt, sobald er einem Publikum präsentiert wird.
 
Denkst du im Schaffensprozess an die BetrachterInnen?
SM: Ja, sie sind Teil der Arbeit.
 
Wie stellst du dir den idealen Käufer/Sammler deiner Arbeiten vor? Wo möchtest du deine Arbeiten hängen, stehen sehen?
SM: Der/die ideale Sammler/in schätzt meine Werke, zeigt Sie Freunden und Bekannten und achtet auf deren Haltbarkeit.
 
Was erwartest du dir von BetrachterInnen deiner Arbeiten? Was sollen deine Arbeiten auslösen?
SM: Sie sollen Fragen aufwerfen. Den Betrachter zum Denken und Fühlen anregen.
 
Wenn deine Kunst zu etwas beitragen kann – wozu?
SM: Zur Sensibilisierung gegenüber der Genderthematik, des Umweltschutzes und der menschlichen Gefühlszustände.
 
Was bedeutet für dich die Kunst?
SM: Ventil und Bann!
 
Wie hat dich deine Ausbildung und deine Professoren in deinem persönlichen Umgang mit deiner Arbeit beeinflusst und zu deiner Entwicklung beigetragen?
SM: Ich hatte mehrere Professoren. Jede/r hatte einen eigenen Zugang zur Kunst und hat mir diesen direkt und auch indirekt vermittelt. Friedl Kubelka und Matthias Herrmann haben mich bestimmt am meisten beeinflusst. Das unangepasst Sein, die Umsetzung der Reibung mit der Wirklichkeit, der Kampf mit der Apparatur, das Lernen aus der Beobachtung von Werken der großen Meister im kunsthistorischen Museum und das zyklische Programm im Filmmuseum in Wien sowie die Interpretation von Fotografien oder Fotoserien spielten bei Friedl Kubelka eine große Rolle. Die Aneignung von Fototheorie, die Konzeptualisierung von Fotografie, das ständige Hinterfragen der eigenen Arbeit und die Präsentation meiner Arbeiten habe ich in der Fotoklasse an der Akademie gelernt. Am meisten habe ich aus meinen eigenen Fehlern gelernt.
 
Was beeindruckt dich?
SM: Vielschichtigkeit, Wissen, Genauigkeit im Ausdruck, Humor und Musik.
 
Gab es in deinem Schaffensprozess eine Schlüsselsituation, die dich zu deinem heutigen Stand deiner künstlerischen Arbeit gebracht hat?
SM: Da gab es sicherlich mehrere.
 
Manche KünstlerInnen entwickeln einen Stil – der es den BetrachterInnen und auch KuratorInnen leicht macht eine Einteilung zu finden. Magst du, wenn deine Arbeit einer Kategorie zugeteilt wird? Glaubst du deinen Stil bereits entwickelt / gefunden zu haben?
SM: Eine Kategorisierung ist für das Publikum und den Kunstmarkt sicherlich hilfreich, aber diese Kategorien müssen auch elastisch sein. Sie dürfen die KünstlerInnen nicht festnageln. Ja, ich habe meinen eigenen Stil entwickelt und ihn auch schon wieder überholt.
 
Was ist die Gratwanderung eines/r zeitgenössischen KünstlerIn in diesen Jahren?
SM: Nicht der Zensur zu verfallen.
 
Worin besteht die Chance, Schwierigkeit sich in der Kunstwelt zu positionieren?
SM: Die Kunstwelt hat ihre eigenen Spielregeln und es gilt nach diesen zu spielen.
 
Warum glaubst du sind jene KünstlerInnen erfolgreich und andere nicht?
SM: Dies hängt von vielen Faktoren ab. Von einer guten Arbeit, ob man den Nerv der Zeit trifft,  aber vor allem vom richtigen Netzwerk.
 
Wann ist eine Künstlerin erfolgreich? Was bedeutet Erfolg in der bildenden Kunst?
SM: Erfolg in der bildenden Kunst bedeutet einen hohen Bekanntheitsgrad zu erzielen und in namhaften Museen zu Lebzeiten auszustellen.
 
Wo möchtest du gerne ausstellen?
SM: Im PS1 New York, in der Whitechapel Gallery oder der Saatchi Gallery London.
 
Wen würdest du gerne kennenlernen?
SM: Louise Bourgeois habe ich bereits 2006 in ihrem Atelier in NY besucht. Ich würde gerne Sophie Calle, David Lynch, Nanni Moretti und Slavoj Zizek kennenlernen.
 
 
geboren 1975 in Südtirol (IT), lebt und arbeitet in Wien. 2000 – 02 Schule für künstlerische Photographie, Wien. 2002–07 Akademie der bildenden Künste Wien. 2004–2006 Kuratorin der Ausstellungsreihe Schaugrund. 2007–2011 Dozentin an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst und Medientechnologie Venedig. 2015 Staatsstipendium für künstlerische Fotografie. 2014 Atelierstipendium des bka in London. 2009 Atelierstipendium des bm:ukk in Paris. 2006 Stipendium der Landesregierung Südtirol in New York. 2016 HGV –Künstlerin des Jahres, 2008 Preis der Akademie der bildenden Künste Wien.
www.sissamicheli.net
 
 
 
 
 

Vorgestellt_KünstlerInnen goldilocks effects 2016
Nicole Wogg

2016-03-08 14.59.22Wie bist du zu „deinem“ Medium gekommen? Was interessiert sich an der Fotografie, an der Installation,…?
NW: Gestartet hat alles als Kritzeleien in meinen Schulbüchern, danach ging die Faszination der Zeichnung als mobiles Medium, welches nicht an ein Atelier/an einen Arbeitsplatz gebunden ist, weiter.
Was ist/sind deine Inspirationsquelle/n für deine Arbeiten?
NW: Der urbane Raum, mein urbanes und soziales Umfeld und die Menschen, die darin Leben, sich bewegen, ihn verändern und mitgestalten.
Wie kann man sich den Prozess vorstellen. „Von der Inspiration, Idee zur Umsetzung“?
NW:  Ich fokussiere mich auf ein Thema/Interesse wie z.B. das der Bewegung. Schwinge mich mit meiner Kamera oder meinem Handy bewaffnet aufs  Fahrrad und ziehe durch die Stadt, in der ich mich gerade befinde und lass mich, solange der Zeitplan es zulässt, treiben….. und fotografiere Gebäude, Hausboote, Baumhäuser, Hängematten, alternative Wohnsituationen, inspirierende Orte, Stellen, Plätze. Um diese Fotosammlungen später zu einem neuen Werk zu collagieren.  Diese Collage/Fotomontage, welche meistens am Computer (Photoshop) entstehen, wird zur Skizze meiner großformatigen Zeichnungen.
Ist deine eigene Lebensgeschichte wichtig im Verstehen oder der Rezeption deiner Arbeiten?
NW: Wenn man mich und meine derzeitige Lebenssituation kennt, sieht sofort die Verbindung zwischen meiner Zeichnungen und mir. Thema in meinen Werken: Bewegung. Auch privat kann ich nie still sitzen.  Ich arbeite Monochrom mit reduzierter Farbigkeit weil ich auch in meinem Lebensstil sehr minimalistisch bin (Ich besitze nur das nötigste, kaufe und esse nur das, was ich wirklich benötige……)
Ist Realität generell eine wesentliche Komponente im Verstehen von Kunst im Allgemeinen?
NW: In meinen Werken würde ich sagen ja, da sie einen dokumentarischen Charakter haben.  Im Allgemeinen: Realitäten können sehr unterschiedlich sein, von Mensch zu Mensch verschieden und sind von Lebenseinstellungen und vielleicht sogar vom jeweiligen Arbeitsumfeld abhängig. Im Großen und Ganzen ist bestimmt das entsprechende Zeitgeschehen interessant und informativ für das Verstehen der jeweiligen Kunstrichtung des zu betrachtenden Kunstwerks.
Beschäftigst du dich mit dem Werk anderer KünstlerInnen oder mit KünstlerInnen vorangegangener Epochen?
NW: Klar! Es ist immer wichtig, die  Vorgeschichte, Herkunft oder Ausführungsmöglichkeiten seiner Sparte, seiner Arbeit oder seines Themas zu wissen. Der der die Regeln kennt, kann sie auch brechen.
Was ist die tägliche Herausforderung eines Künstlers? Worin besteht deine tägliche Herausforderung?
NW: Zeit-und Selbstmanagement!
Kunst machen versus Kunst präsentieren?
NW: Sind zwei spannende Gebiete, die jedes Mal nach neuen kreativen Möglichkeiten und Ansetzen schreien. Die Herausforderung dabei ist dass jedes Kunstwerk und jede Präsentationsform oder Möglichkeit eine andere Umsetzung erfordert um Ideal zur Geltung zu kommen.  Kaum ein Kunstwerk, kaum eine Präsentation ist gleich wie die Vorangegangene.
Denkst du im Schaffensprozess an die BetrachterInnen?
NW: Nach dem Schaffensprozess: Wie könnte ich es dem Betrachter am Interessantesten präsentieren.
Wie stellst du dir den idealen Käufer, die Käuferin/SammlerIn deiner Arbeiten vor?
NW: Der ideale Käufer, die ideale Käuferin ist eine KäuferIn, der /die, die Arbeit liebt, die er/sie erwirbt.
Wo möchtest du deine Arbeiten hängen, stehen, ..sehen?
NW: Auch in großen Museen würde ich meine Arbeiten gerne hängen, stehen, schweben sehen….
Was erwartest du dir von BetrachterInnen deiner Arbeiten? Was sollen deine Arbeiten auslösen?
NW:  Interesse, Neugier, und Lust auf mehr!
Wenn deine Kunst zu etwas beitragen kann – wozu?
NW: Da ich mich auch mit alternativen Lebensformen beschäftige, vielleicht auf die Lust und Möglichkeiten Neues zu entdecken. Eine für sich interessantere Lebensform oder Lebensweise zu entdecken und auszuprobieren. Auch wenn diese in der derzeitigen Lebenssituation nur erträumt werden kann.
Was bedeutet für dich die Kunst?
NW: Kunst ist meine Arbeit und mein Arbeitsbereich. Sie bedeutet für mich Kreativität, Livestyle und innere Zufriedenheit.
Wie hat dich deine Ausbildung und deine Professoren in deinem persönlichen Umgang mit deiner Arbeit beeinflusst und zu deiner Entwicklung beigetragen?
NW: Die Studienrichtungen Bildhauerei, Malerei, Tapisserie und Animationsfilm haben mich dazu gebracht, spartenübergreifend zu denken und meinen kunstgeschichtlichen Background fundiert.
Was beeindruckt dich?
NW: Neue kreative Techniken, das Miteinbeziehen neuer Medien (auch wenn ich mich gerade in einer klassischen Ausführungsmethode wohl fühle), neue Menschen und interessante Bekanntschaften. Die soziale Komponente von Kunst.  Spannende Denkansätze, Musik, Tanz, Literatur und Redewendungen.
Gab es in deinem Schaffensprozess eine Schlüsselsituation, die dich zu deinem heutigen Stand deiner künstlerischen Arbeit gebracht hat?
NW: Es gibt immer wieder Schlüsselsituationen. Manchmal sind es neue Wege, Elemente, Ausführungen oder Erweiterungen meiner derzeitigen Techniken und manchmal ist es ein Songtext, ein Gespräch, eine Ausstellung oder neue Vorbilder in der Kunst.
Manche KünstlerInnen entwickeln einen Stil – der es den BetrachterInnen und auch KuratorInnen leicht macht eine Einteilung zu finden. Magst du, wenn deine Arbeit einer Kategorie zugeteilt wird? Glaubst du deinen Stil bereits entwickelt / gefunden zu haben?
NW: Ich finde es schön, über eine mögliche Einteilung zu sprechen, sie verbal zu erarbeiten, nach Ausschlussverfahren oder prägnanten Elementen zu suchen. Und ja, ich glaube meinen Stil gefunden zu haben, bin mir aber sicher diesen immer wieder weiter zu entwickeln und zu verändern.  
Was ist die Gratwanderung eines/r zeitgenössischen KünstlerIn in diesen Jahren?
NW: Bei mir ist es die Gratwanderung zwischen „Brotjob“ und Berufung Kunst,  zwischen geregeltem Einkommen und der Freischaffenheit und der Gratwanderung von Zeit-und Selbstmanagement.
Worin besteht die Chance, Schwierigkeit sich in der Kunstwelt zu positionieren?
NW: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Organisiert und durchdacht das “Projekt” Selbstständigkeit anzugehen und durchzuführen und zwischen all den wichtigen Aufgaben den Über-und Durchblick zu behalten.
Warum glaubst du sind jene KünstlerInnen erfolgreich und jene nicht?
NW: Können, Gutes Marketing, Zeitbezogenes schnelles Agieren in Bezug auf die Thematik und  In Kontakt treten mit den richtigen Personen und Persönlichkeiten.
Wann ist eine Künstlerin erfolgreich? Was bedeutet Erfolg in der bildenden Kunst?
NW: Erfolg in der Kunst hat bestimmt, wie in vielen anderen Arbeits-und Lebensbereichen, viele Bedeutungen. Es könnte sein, dass Erfolg mit Reichtum oder mit Komponenten von Freiheiten oder mit dem steigenden Bekanntheitsgrad gleichgesetzt wird. (Ohne ein großes Einkommen damit zu erzielen.) Für mich bedeutet Erfolg, von meiner Kunst eines Tages leben zu können und Ortsunabhängig meinen Arbeitsalltag gestalten zu können.
Wo siehst du dich selbst als KünstlerIn in 10 Jahren?
NW: Schwierige Frage! Ich habe mir nach meinem Studium ein 5 Jahres Fenster zugesprochen. Sollte  in diesen 5 Jahren mein Job als Künstlerin fruchten, mache ich weiter. Stellt sich in diesem Zeitraum kein Erfolg ein, halte ich nach anderen Einkommensmöglichkeiten Ausschau.
Wo möchtest du gerne ausstellen?
NW: In der Albertina, im Kunsthaus Graz, all over the world , in Museen, Off spaces und spannenden und neuen Locations.
Wen würdest du gerne kennenlernen?
NW: Yves Klein, Moussa Kone, Alexander Brodsky, Michael Borremans, Rinus Van de Velde, Ugo Rondinone, Banksy, den Sänger von OK KID, die Sängerin von Großstadtgeflüster und Douglas Adams.
Welche Schritte sollst du gehen – welche Schritte magst du gehen?
NW: Immer einen Schritt nach dem anderen
 
Nicole Wogg, geboren 1986 in Graz, lebt und arbeitet in Wien.  2014 Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien Malerei, Animationsfilm, Tapisserie.  2012 HKU University of Arts Utrecht Malerei , 2007 Meisterklasse für Kunst und Gestaltung Graz, Malerei , 2005HTBLVA Graz Ortweinschule Bildhauerei
Nominierungen und Preise:
2015
Ankauf des Bundeskanzleramtes Österreich
Nominierung des Strabag Art Awards
Nominierung des Walter Koschatzky Kunst-Preises
2016
Red Carpet Art Award
www.nicolewogg.com